Kantonalturnfest Thun
vom 19. Juni 2016

In den Wochen vor dem Wettkampf wurde in allen fünf Sporteens-Trainings, die jede Woche statt finden, wieder kräftig trainiert. Vor Allem Leichtathletik-Disziplinen (Sprint, Ballweitwurf, Weitsprung) aber auch Spieldisziplinen (Unihockey-Parcours, Fachtest) wie auch der Hindernislauf standen auf dem Trainingsplan. Besonders gefreut hat uns, dass wir in diesem Jahr zudem mit 13 Sporteens mit einem Geräteprogramm (Stufenbarren / Barren) starten konnten. Das erste Ziel konnten wir schon vor dem Wettkampf erreichen. Wir wollten mit möglichst vielen Sporteens in Thun am Wettkampf teilnehmen. Mit 54 Teilnehmenden erfüllten sich unsere Erwartungen.

Auch wenn das Ganze in unserer Nähe stattfand, war nichts mit Ausschlafen. Bereits um 06.15 Uhr war Treffpunkt am Bahnhof in Toffen (An dieser Stelle erlaube ich mir eine Randbemerkung: Um diese Zeit musste bereits die Anmeldung auf Platz gemacht werden, weshalb der verantwortliche Leiter Wohl oder Übel den 1. Zug um 05:25 nehmen musste. Damit aber nicht genug, die Bilder von Ausgang-Heimkehrern an einem solchen Sonntag-Morgen waren sogar für einen Turner um diese Zeit eher etwas zu viel des Guten…). Der erste Wettkampfteil startete bereits um 08.00 Uhr. Wenig später war dann das Geräteprogramm an der Reihe. Gespannt verfolgten wir die Vorführung. Die jungen Geräteturnerinnen und Geräteturner zeigten eine solide Leistung und so war auch die Note in Anbetracht, dass es der erste Wettkampf mit diesem Programm war, ganz zufriedenstellend. Im Anschluss fand die Stafette statt, wo sämtliche 54 Sporteens die 60 Meter abspulten. Bei dieser Art der Stafette wird nicht ein Stab übergeben, sondern der einlaufende und weglaufende Läufer müssen sich in einer definierten Zone kreuzen. Das klappte gut und wir machten glücklicherweise keinen Wechselfehler. In der Zwischenzeit hatte es zu regnen begonnen, was für die rennenden Kinder nicht gerade angenehm war. Auch die letzten Disziplinen fanden dann im Regen statt. Vor Allem beim Hindernislauf war dies ungünstig, mussten doch die Kinder im nassen Gelände unter Hindernissen durchrobben. Vielen hat dies irgendwie aber Spass gemacht.

Kaum war unser Vereinswettkampf abgeschlossen wurde von der Wettkampfleitung aufgrund starker Regenfälle der Wettkampf der anderen Vereine unterbrochen. Für uns bedeutete dies eine längere Pause und die Ungewissheit, ob am Nachmittag noch die Pendelstafetten, die mit Stabübergabe, durchgeführt werden können. Eine Wetterbesserung war nicht in Sicht und so kam es, dass nach rund zwei Stunden ein OK-Mitglied verkündete, dass der Wettkampf abgebrochen werde und da nicht alle Vereine ihre Wettkämpfe abgeschlossen haben, keine Rangierungen berechnet würden. Für die Meisten war dieser Entscheid dann doch etwas überraschend. Aufgrund der Ereignisse am Vortag bei den Einzelwettkämpfen (Blitzeinschlag auf dem Gelände) aber irgendwie nachvollziehbar. Etwas niedergeschlagen kehrten wir somit drei Stunden früher als erwartet nach Toffen zurück.

So bleibt uns nichts Anderes übrig, als auch nächstes Jahr wieder seriös zu trainieren und am Wettkampf voll Gas zu geben, um eine gute Rangierung erzielen zu können.

Dominique Steiner